- Aktenzeichen
- BEO-2026-025
- Eingang
- Rubrik
- Technik IT-Sicherheit
- Einstufung
- offen
- Verfasser
- M.V.R.H.S.Rufname
- Bearbeiter
Nachtrag zu: Microsoft Defender für Linux-Desktops
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ehrung an monty python. ascii-zeichnung von laura brown (ldb), via asciiart.website.
201616Z oct 26 · 51.7275 N, 11.5148 E
Nachtrag zum Artikel Microsoft Defender für Linux-Desktops (BEO-2026-015, 18. Oktober 2026).
Damals
Im ersten Beitrag habe ich die heise-Meldung vom 16. Oktober 2026 zusammengefasst: Microsoft Defender for Endpoint soll künftig auch Linux-Desktops schützen, nicht nur Server. Die Unterstützung ist eine öffentliche Vorschau ohne Release-Termin und setzt Defender for Endpoint Plan 2 oder Microsoft 365 E5 oder E7 voraus.
Was damals fehlte
Im ersten Beitrag hatte ich nur den heise-Artikel gelesen. Jetzt habe ich den Blogbeitrag von Microsoft und die Dokumentation zu den Voraussetzungen gelesen. Das ist wieder eine Zusammenfassung, kein Test. Stand der Quellen: 14. bis 19. Oktober 2026.
Was wir heute wissen
Microsoft bestätigt im Blog vom 14. Oktober, was heise berichtet hat, und nennt Einzelheiten. Für Linux-Desktops gibt es keinen eigenen Agenten. Es ist derselbe wie auf Linux-Servern, mit denselben Paketen und Verteilwegen. Genannt werden unter anderem EDR, der Virenschutz, Schwachstellenverwaltung, Geräteinventar, erweiterte Suche, Live-Reaktion und das Isolieren eines Geräts.
Unterstützt wird laut Microsoft jede Distribution, die auch auf Servern unterstützt wird, unabhängig von der Desktop-Umgebung. Genannt werden RHEL, CentOS, Ubuntu, Debian, SLES, Fedora und Oracle Linux mit GNOME, KDE oder anderen Oberflächen. Maßgeblich sind Distribution und Kernelversion.
Die Dokumentation erklärt die Einordnung als Workstation oder Server genauer. Defender prüft dafür mehrere Merkmale in fester Reihenfolge, darunter Betriebssystemangaben, Lizenzdaten, Cloud- und Herstellerangaben und Hinweise auf virtuelle Desktops. Sind die Hinweise nicht eindeutig, wird das Gerät als Server eingestuft. Microsoft nennt das gewollt.
Zur Frage, ob das für Privatnutzer in Frage kommt: Microsoft nennt als Voraussetzung nur Defender for Endpoint Plan 2 oder Microsoft 365 E5 und E7. Ein Angebot außerhalb dieser Unternehmenslizenzen nennen Blog und Dokumentation nicht.
Was weiter offen bleibt
- Wie gut die Erkennung unter Linux funktioniert, steht auch bei Microsoft nicht. Unabhängige Tests habe ich nicht gefunden.
- Einen Termin für das Ende der öffentlichen Vorschau nennt Microsoft nicht.
- Ich habe nichts davon getestet, auch nicht auf meinem eigenen Rechner.
Quellen
- Microsoft Defender for Endpoint Blog, 14.10.2026: Secure Linux desktops with Microsoft Defender
- Microsoft Learn, Stand 19.10.2026: Prerequisites for Microsoft Defender for Endpoint on Linux
Horidor