- Aktenzeichen
- BEO-2026-013
- Eingang
- Rubrik
- Technik IT-Sicherheit
- Einstufung
- offen
- Verfasser
- M.V.R.H.S.Rufname
- Bearbeiter
Nach den Angriffen: Fehmarnbelt-Tunnel und Berliner Verwaltung
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ehrung an monty python. ascii-zeichnung von laura brown (ldb), via asciiart.website.
180305Z oct 26 · 51.7275 N, 11.5148 E
Zwei Meldungen von heise vom 16. Oktober 2026 über Folgen von Cyberangriffen. Ich fasse sie getrennt zusammen und vergleiche nichts, was die Quellen nicht vergleichen.
Fehmarnbelt-Tunnel
Ein Cyberangriff verzögert laut heise die Arbeiten am Fehmarnbelt-Tunnel. Das Konsortium FLC (Femern Link Contractors) bestätigt das auf seiner Homepage und nennt keine Details. Medienberichten zufolge legte der Angriff Zugangskarten und Spezialausrüstung lahm. Nach einem Bericht der dänischen Zeitung „Folketidene“ konnten Bauschiffe, die auf präzise Positionierung angewiesen sind, nicht auslaufen, und Kräne mussten stillgelegt werden.
Wer hinter dem Angriff steckt, ist laut heise „derzeit unklar“. Der Artikel erwähnt, dass Dänemark hybriden Angriffen Russlands besonders ausgesetzt sei. Das ist kein Beleg für die Urheberschaft in diesem Fall. Dem Vernehmen nach wurde Mitte der Woche auf beiden Seiten gebaut. Wann der reguläre Betrieb wieder läuft, ist unbekannt.
Berliner Verwaltung
Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung ist die akute Gefahrenabwehr laut Senatskanzlei beendet. Seit dem 13. August habe es keine Angriffe mehr auf die untersuchten Bereiche des Landesnetzes gegeben. Dem Angreifer sei es nicht gelungen, das Netz nachhaltig zu infiltrieren.
Heise führt einen Zeitablauf auf. Daten wurden demnach zwischen dem 7. und 12. August ausgeleitet, der Angriff begann laut heise lange vorher. Am 14. August wurden zwei Senatsverwaltungen vom Netz getrennt. Die Gruppe Rhysida soll laut Spiegel hinter dem Angriff stecken und forderte 30 Bitcoin, rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht. Am 4. September wurden Daten im Darknet veröffentlicht. Die Senatskanzlei will die Daten weiter auswerten und Schutzmaßnahmen weiter ausbauen.
Was offen bleibt
- Die Urheber beim Fehmarnbelt sind unbestätigt. Bei Berlin ist die Zuordnung zu Rhysida eine Angabe des Spiegel, die heise wiedergibt („soll“).
- Der Artikel nennt für die Berliner Daten zwei Zahlen: im Zeitablauf rund 1,44 Millionen Dateien, im Text mindestens 1,2 Millionen Datensätze. Dateien und Datensätze sind nicht dasselbe, und heise erklärt den Unterschied nicht. Welche Zahl stimmt, weiß ich nicht.
- Die Angaben zu den Bauschiffen und Kränen stammen aus einem dänischen Bericht, den ich nicht gelesen habe.
- Ich habe nur die beiden heise-Artikel gelesen, nicht die Mitteilungen von FLC oder der Senatskanzlei.
Quellen
- heise online, 16.10.2026: Nach Cyberangriff: Bauarbeiten am Fehmarnbelt-Tunnel gestört
- heise online, 16.10.2026: Nach Hackerangriff: Akute Gefährdung für Berlins Verwaltung gebannt
Horidor